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Ergebnisse der Umfrage "Was kostet Sie der Schulbesuch Ihres Kindes?" jetzt online!

In Nordrhein-Westfalen gilt die sogenannte Lernmittelfreiheit. Mit Lernmitteln sind Schulbücher und andere Medien gemeint, die im Rahmen des Unterrichts genutzt werden. Lernmittelfreiheit wird allerdings nicht im vollen Umfang gewährt, sondern besagt vielmehr, dass Eltern einen fest gelegten Beitrag für diese Lernmittel (Eigenanteil) entrichten und die restlichen Kosten von den Schulträgern übernommen werden.

Keine Lernmittel im Sinne der Lernmittelfreiheit sind Lektüren und Gegenstände, die im Unterricht als Gebrauchs- oder Übungsmaterial verwendet werden, wie z.B. Arbeitshefte, Taschen­rechner oder Zirkel. Zusätzlich zu dieser Grundausstattung fallen oft Kosten für besondere Aktivitäten wie Museums- oder Theaterbesuche, Sportausrüstung sowie Klassenfahrten an. Neue Entwicklungen wie die Einführung von Tabletklassen bringen ebenfalls Ungewissheit in der Frage der Finanzierung mit sich. All diese Aufwendungen sind nicht über die Bestimmungen zur der Lernmittelfreiheit geregelt, machen aber einen erheblichen Teil der elterlichen finanziellen Belastung aus.

Wir wollten erfahren, mit welchen tatsächlichen Kosten die Eltern belastet sind und haben diese daher mit unserer Umfrage für einSchuljahr (2018/2019) ermittelt. Insgesamt sind die Antworten von 1.467 Teilnehmern, die die Umfrage vollständig beantwortet haben, in die Auswertung eingeflossen.
 

Zentrale Aussagen der Ergebnisse

1. 40% aller Eltern investieren ungefähr den Betrag des Eigenanteils noch einmal zusätzlich für Lektüren und Wörterbücher
Der Eigenanteil liegt an weiterführenden Schulen aktuell pro Schuljahr bei 26€ für die Sekundarstufe I und 23€ für die Sekundarstufe II (Gymnasiale Oberstufe).
Unsere Befragung hat ergeben, dass über 40% aller Eltern ungefähr diesen Betrag noch einmal zusätzlich allein für Lektüren und Wörterbücher investieren müssen. Dabei geben 37,7% der Eltern mit Kindern in Klasse 5 und 6 an, über 25 Euro für Lektüren auszugeben, in der Mittelstufe sind es bereits 42,3% und Eltern von Oberstufenschülern geben zu 59,8% an, diesen Betrag allein für Lektüren investieren zu müssen.

Dieser Trend zeigt sich ebenfalls bei Arbeitsheften und Workbooks: Je ein Drittel der Eltern aus allen Jahrgangsstufen investieren weitere 25 Euro in Arbeitshefte und Workbooks. Gleichzeitig wird von den Eltern bemängelt, dass insbesondere diese Materialien nach ihrer Anschaffung oft kaum zum Einsatz kämen und die Investition sich daher nicht lohne.

Die Kosten für Kopien sowie weitere Arbeitsmaterialien bleiben auf etwa dem gleichen Niveau, Ausgaben für Materialien im Kunstunterricht gehen hingegen im Verlaufe der Schullaufbahn eher zurück.

2. Taschenrechner schlagen kräftig zu Buche
Ab der Mittelstufe greifen Eltern tief ins Portemonnaie, um ihre Kinder mit Taschenrechnern auszustatten. Während von den Unterstufeneltern noch 76,5% angeben, keine Kosten für Taschenrechner tragen zu müssen, investieren bereits ab Klasse 7 ca. ein Viertel (25,8%) der Eltern über 90 Euro in Taschenrechner, in der Oberstufe sogar fast die Hälfte (47,0%).

3. Kosten für Ausrüstung im Schulalltag treffen vor allem Eltern der Unterstufe
Über die Hälfte (54,8%) der Befragten aus der Unterstufe geben an, mehr als 150 Euro für Schulausrüstung auszugeben. Dies ist insbesondere der Grundausstattung mit Tornister, Sportzeug und Materialien zuzuschreiben. Aber auch in der Mittel- und Oberstufe muss ein gutes Viertel bzw. Drittel der Eltern diesen Betrag für die Ausrüstung ihrer Kinder aufbringen (Mittelstufe 26,8%, Oberstufe 29,3%).

4. Klassenfahrten verursachen in der Regel dreistellige Beträge
Ein Viertel (25,22%) aller Eltern geben mindestens 150 bis 300 Euro aus, um ihrem Kind die Teilnahme an Klassenfahrten zu ermöglichen. Während in der Unterstufe immerhin ein Drittel (32,7%) mit Summen bis 150 Euro auskommt, müssen in der Mittelstufe bereits 27,5%150 bis 300 Euro ausgeben und weitere 24,3% bis zu 450 Euro aufbringen. In der Oberstufe schlagen Klassenfahrten für knapp 50% der Befragten mit 300 bis 600 Euro zu Buche.

5. Gesamtkosten pro Schuljahr liegen deutlich über 100 Euro
Lediglich 1,5% aller Eltern geben an, mit weniger als 100 Euro pro Schuljahr auszukommen. Etwa 31,5% investieren 100 bis 300 Euro pro Schuljahr und weitere 29% zahlen zwischen 300 und 500Euro für den Schulbesuch ihres Kindes. Immerhin 14,5% müssen sogar zwischen 500 und 700 Euro aufbringen. Summen deutlich jenseits der 1000 Euro bleiben aber mit ca. 6% die Ausnahme.

Differenziert nach Jahrgangsstufen weichen die Werte im mittleren Bereich unwesentlich ab. Jedoch ist der Anteil der Oberstufeneltern, die 100 bis 300 Euro aufwenden ist mit 18,1% signifikant niedriger als der Durchschnittswert. Dafür sind die Werte für die Preisspanne 900 bis 1.100 Euro (12,1%) und über 1.100 Euro  (14,1%) mit deutlich über 10% um einiges höher als bei den Unter- und Mittelstufeneltern.

6. Zumutbarkeit der finanziellen Belastung nicht eindeutig feststellbar
Bei der Aussage, für wie zumutbar sie die finanziellen Belastungen durch den Schulbesuch ihres Kindes halten, sind die Haltungen insgesamt ausgewogen: ca. 1/3 findet die Belastungen überhaupt nicht oder eher nicht zumutbar, 1/3 positioniert sich eher neutral und ein weiteres 1/3 findet die Kosten eher oder absolut zumutbar.

Dieses Verhältnis ändert sich auch nicht wesentlich bei Betrachtung der unterschiedlichen Jahrgangsstufen, lediglich in der Mittelstufe fällt die Bewertung der Aussage „eher oder absolut zumutbar“ mit 26,2% etwas geringer aus.

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Eine detaillierte Aufstellung der Beantwortung aller Fragen haben wir für die Eltern unserer Mitgliedsschulen nach erfolgreicher Anmeldung im geschützten Mitgliederbereich als PDF bereitgestellt.

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